Biodiversitätsschonende Energiewende: Gemeinsam zu wirklich grünem Strom

Strom erneuerbar, aber auch mit Rücksicht auf die Natur erzeugen. Angesichts des zur Beendigung der Klimakrise dringend umzusetzenden Ausbaus der erneuerbaren Energien ist es unerlässlich, dass dieser auch so biodiversitätsschonend wie möglich voranschreitet.  Unter der Patronanz von ÖKOBÜRO haben Klima- und Naturschützende, Planende, Interessenvertretende, Stromerzeugende und viele mehr zusammengearbeitet, um gemeinsam Rahmenbedingungen für eine biodiversitätsschonende Energiewende zu entwickeln.

 

Am Ende eines zweijährigen Stakeholder-prozesses konnten wir nun bei einer Veranstaltung die Ergebnisse vorstellen. Die vier grundlegenden Empfehlungen an die Entscheidungstragenden in Politik, Verwaltung und Energiewirtschaft für den Ausbau der erneuerbaren Energien lauten:

 

 

 

1. Von der Konfrontation zur Kooperation. Frühzeitige und wirkungsvolle Beteiligung aller relevanten Interessengruppen bei Planungen im Energiebereich.

 

2. Strategische förder- und steuerpolitische Maßnahmen. Förderungen für den Ausbau der erneuerbaren Energien mit Naturschutzkriterien verknüpfen und steuerpolitische Anreize für eine biodiversitätsschonende Energiewende.

 

3. Mehr Kommunikation und Bewusstseinsbildung. Für mögliche Auswirkungen des Ausbaus der erneuerbaren Energieerzeugung auf die Biodiversität sensibilisieren und Bewusstsein für eine Energiewende im Einklang mit der Natur bilden.

 

4. Rechtlichen Rahmen für biodiversitätsschonende Energiewende schaffen. Verbindliche, aufeinander abgestimmte überregionale Energieraumplanungen schaffen, die sich die Erreichung von Klimaschutz-, Energie- und Naturschutzinteressen gleichermaßen zum Ziel setzen und als Wegweiser für Einzelentscheidungen dienen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Diese Empfehlungen sind bereits mit einer Vielzahl an konkreten Maßnahmen unterfüttert. Viele dieser Maßnahmen fanden bereits den Konsens aller Beteiligten, andere dienen nun als Ausgangspunkt für weitere Diskussionen. Die Details über den Prozess und die Ergebnisse haben wir zu unserer neuen Broschüre Gemeinsam zu wirklich grünem Strom verarbeitet.

 

 

 

 

 

 

geändert am 20.06.2018