Video: Kerstin Arbter über die SUP am Runden Tisch

Foto: ÖKOBÜRO

Kerstin Arbter auf der ÖKOBÜRO-Konferenz "Ein neues Stromsystem für die Energiewende"

 

Die Landschaftsplanerin Kerstin Arbter präsentierte die "Strategische Umweltprüfung (SUP) am Runden Tisch", die seriöse Öffentlichkeitsbeteiligung beim Bau von Stromleitungen sicherstellen könnte. Arbter hat 1999 für den Abfallwirtschaftsplan der Stadt Wien die Umsetzung einer „SUP am Runden Tisch" entwickelt und in der Praxis durchgeführt. Das Resultat war eine etwa 200seitige strategische Planung, wie die Stadt Wien in den nächsten Jahren mit dem anfallenden Müllvolumen umgehen würde. Im Rahmen dieser SUP am Runden Tisch konnte auch geklärt werden, ob Wien eine umstrittene dritte Müllverbrennungsanlage braucht, welche Kapazität diese haben, und welche Technologie zum Einsatz kommen sollte. Ausserdem wurden mögliche andere Alternativen diskutiert.

 

Dem SUP-Kernteam gehörten damals Beamte verschiedener Magistratsabteilungen, ÖKOBÜRO und einige andere Umweltorganisationen sowie neutrale ExpertInnen verschiedener Universitäten an. Auf Grundlage dieses SUP-Plans wurde später unter anderem eine konkrete Projektplanung für die Müllverbrennungsanlage Simmering durchgeführt, die während der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) kaum noch Widerstand erzeugte. Alle strittigen Fragen waren in der SUP am Runden Tisch transparent geklärt worden. Seither wird diese Abfallwirtschafts-SUP alle fünf Jahre von der Stadt Wien durchgeführt und Kerstin Arbter konnte die Beteiligungselemente noch ausweiten und verfeinern.

 

Arbter ist davon überzeugt, dass man mit diesem Konzept auch Stromleitungspläne auf ihre Umweltauswirkungen und ihre Legitimität für die Energiewende prüfen und damit gegebenenfalls die Akzeptanz in der Bevölkerung heben kann.

 

Video: Kerstin Arbter - Die Strategische Umweltprüfung (SUP) am Runden Tisch

 

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geändert am 20.07.2015