Österreich 2030: Von der Vision zur gesellschaftlichen Wirklichkeit

Wir haben unsere Vision in Worte gefasst und eine kleine Geschichte daraus gemacht – als Inspiration dafür, wie es mit den SDGs in Österreich weitergehen könnte. Sie ist heute noch nicht Wirklichkeit. Für manche klingt unsere Geschichte vielleicht visionär - doch gerade visionäre Ausblicke haben eine besondere Qualität: in ihnen ist Raum für freie und langfristige Gedanken und Vorstellungen von der Zukunft.

© Parlamentsdirektion / Bildagentur Zolles KG / Mike Ranz

Es ist Juli 2020. Die österreichische Bundesregierung hat – rechtzeitig vor der Sommerpause – dem Nationalrat über die Fortschritte in der Umsetzung der Österreichischen Nachhaltigkeitsstrategie „Österreich 2030“ berichtet. Bundeskanzler wie auch Bundespräsident haben bei dieser ersten, feierlichen Berichtslegung, die nun jährlich wiederkehren wird, zur Bedeutung der UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) für Österreich gesprochen. Auch in den Medien und in der Bevölkerung sind die Ziele Jahr für Jahr stärker zum Thema geworden – kaum eine politische oder wirtschaftliche Diskussion wird mehr geführt, ohne dass die globalen Ziele Erwähnung finden.


Eine umfassende Lückenanalyse hatte bereits 2018 gezeigt, dass Österreich in vielen Bereichen von guten Ausgangsbedingungen ausgehen kann. Gleichzeitig hatte sie wichtige Hinweise auf Bereiche geliefert, in denen Maßnahmen und Programme nicht ausreichend gewirkt oder sogar gefehlt hatten. Aus der Gesamtschau wurde in einem partizipativen Prozess die Nachhaltigkeits-Strategie „Österreich 2030“ erarbeitet, die im Frühjahr 2019 verabschiedet wurde. Diese Strategie trifft auf die breite Unterstützung der Parteien, der Sozialpartner, von Wissenschaft, Religionsgemeinschaften, Kommunen und Zivilgesellschaft und bildet den Rahmen für deren zukunftsorientierte und kooperative Zusammenarbeit.


International hat Österreich für diese Leistung auf dem „Hochrangigen Politischen Forum“ der Vereinten Nationen 2019 viel Beachtung erfahren. Durch das ausgereifte Monitoring zu „Österreich 2030“ sind die Beiträge der österreichischen Politik für die Internationale Gemeinschaft klar ersichtlich, und auf europäischer Ebene ist unser Land dadurch für die Strategie „Europa 2030“ – die selbst starke Bezüge zu den SDGs aufweist - bestens gerüstet.

 

In den Regionen, Städten und Gemeinden ist die positive Entwicklung deutlich spürbar. Die Menschen genießen ihren hohen Lebensstandard, intakte Umwelt und wirtschaftliche Prosperität und wissen, dass in zahlreichen politischen Prozessen und durch zahlreiche politische Initiativen daran gearbeitet wird, diese Errungeschaften für die Zukunft zu bewahren, zu modernisieren und weiterzuentwickeln. Die Sustainable Development Goals sind hierbei das zentrale Orientierungssystem und machen eine neue Qualität der Zusammenarbeit von Akteuren in Politik, Verwaltung, NGOs, Wirtschaft, Wissenschaft, Religion und anderen wichtigen Gruppen möglich. Die Bereitstellung einer guten Gesundheitsversorgung, moderner Infrastruktur, guter Arbeitsplätze und sauberer Energie über die Versorgung mit hochwertigen, gesunden Lebensmitteln bis zum Erhalt lokaler Ökosysteme und effektiven Klimaschutzmaßnahmen. Fragen der Sicherheit, der Bildung und des gesellschaftlichen Zusammenhalts, einer hochwertigen Regionalentwicklung, der Förderung  moderner Technologie, zukunftsorientierter ländlicher Entwicklung und einer partizipatorischen, inklusiven und nachhaltigen Siedlungs- und Raumplanung haben hohen Stellenwert. Österreich und seine Regionen sind für ihr engagiertes Herangehen an die Verwirklichung der SDGs und ihre Leistungen im Entwickeln von Lösungen als Vorbildregionen nachhaltiger Entwicklung weit über die Grenzen hinaus bekannt. Die Rahmenbedingungen, die der Bund und die Länder geschaffen haben, begünstigen diesen Fortschritt und fördern auch in den Kleinsten Gemeinden unseres Landes die Entstehung von Projekten zur Umsetzung der SDGs. Kaum eine Politikerin, kaum Politiker - egal auf welcher Ebene - nimmt in seiner Arbeit nicht auf die Ziele Rücksicht und Bezug.


Diese Geschichte ist heute noch nicht Wirklichkeit. Aber sie kann es bald sein – das ist möglich. Für manche klingt sie vielleicht im ersten Moment visionär - doch visionäre Ausblicke haben eine ganz besondere Qualität: in ihnen ist Raum für freie und langfristige Gedanken und Vorstellungen von der Zukunft. Vorstellungen, in denen wir dem Raum geben, was denkbar & möglich ist. Und in denen wir das alles nicht schon vorauseilend an „denkbar vielen“ Schwierigkeiten scheitern zu lassen.


Von der Vision zur gesellschaftlichen Wirklichkeit


Sie teilen unsere Vision oder engagieren sich in einer Organisation, die sich für die Umsetzung der SDGs einsetzt? Kontaktieren sie uns! Zusammen können wir mehr erreichen – ganz nach dem Motto: Gemeinsam für eine nachhaltig bessere Zukunft!

 

Kontakt: rene.hartinger@oekobuero.at

geändert am 12.11.2017