Positionspapier Unternehmensverantwortung

Präsentation bei CSR-Circle als Signal zur Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDGs) und zur Wiederaufnahme der Prozesse für die nationalen Aktionspläne NAP CSR und NAP Menschenrechte.

(C) Martina Draper

Unter der Leitung von ÖKOBÜRO – Allianz der Umweltbewegung präsentierten GLOBAL 2000, Greenpeace, Naturfreunde Internationale, VIER PFOTEN und WWF beim heutigen CSR Circle ein gemeinsames Positionspapier zur Weiterentwicklung des Konzepts der Corporate Social Responsibility (CSR). Tenor des Papiers ist die gemeinsame Ansicht der NGOs, dass reine Freiwilligkeit in Bezug auf nachhaltiges Handeln künftig nicht mehr ausreichen wird, um den ökologischen, sozialen und ökonomischen Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen. Der Staat muss wieder stärker als Regulator auftreten und seine gesetzgebende Macht nützen, um eine proaktive Nachhaltigkeitspolitik zu betreiben. Dazu zählt u.a. die Beendigung von Subventionen für Unternehmen, die negative ökologische und/oder soziale Auswirkungen bewirken. Österreich braucht klare Strategien, Zeitpläne und eine konsistente und konsequente Nachhaltigkeitspolitik auf Bundes- und Länderebene. Der Staat sollte als wirtschaftlicher Akteur zudem auch bei der öffentlichen Beschaffung mit gutem Beispiel vorangehen.

 

Nachhaltigkeitspyramide und Nachhaltigkeitsmatrix


Auf der anderen Seite sind auch die Unternehmen gefordert: Für langfristigen Erfolg muss Nachhaltigkeit zum Geschäftsprinzip werden, das ganzheitlich alle ökonomischen, ökologischen und sozialen Bereiche des Unternehmens umfasst. Nur so sind die globalen Herausforderungen dauerhaft zu meistern: Ressourcenknappheit und Klimawandel bedrohen viele Geschäftsmodelle und eine immer kritischere Öffentlichkeit ruft nach Transparenz, fairem Handel und Einhaltung von Menschenrechten in der Lieferkette.  Kernstück des Positionspapiers ist die Nachhaltigkeitspyramide. Auf dem Weg zum Ideal einer gemeinwohlorientierten Wirtschaft gliedert sie sich von unten nach oben in die Zwischenschritte Compliance, CSR und Unternehmensverantwortung. Die Nachhaltigkeitsmatrix zeigt zur Unterscheidung dieser drei Sektoren konkrete Beispiele für Unternehmensführung, Umwelt, Tierschutz, Soziales und Ökonomie auf.


Die beteiligten NGOs wollen durch das Papier die Debatte rund um die bisher eher rudimentär vorhandene Nachhaltigkeits-Politik in Österreich wieder anstoßen und Unternehmen einen Impuls in Richtung Nachhaltigkeit geben. Der ins Stocken geratene Prozess rund um die nationalen Aktionspläne NAP CSR und NAP Menschenrechte soll wieder in Gang kommen. Darüber hinaus soll das Papier auch ein Signal für die nationale Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDGs) sein, zu der sich Österreich 2015 gemeinsam mit 192 UN-Mitgliedsstaaten verpflichtet hat.


Positionspapier Unternehmensverantwortung(pdf)


Nachhaltigkeitsmatrix (pdf)


Gemeinwohlmatrix (pdf)

geändert am 15.03.2018