SDG-Watch Austria: NGO-Plattform für die Verwirklichung der UN Nachhaltigkeitsziele

Als Allianz der Umweltbewegung setzt sich ÖKOBÜRO für eine rasche und ambitionierte Umsetzung der SDGs in Österreich ein. Im nationalen Umsetzungsprozess konnten wir mit diesen Forderungen jedoch bisher lediglich eine einmahnende Rolle einnehmen. Gemeinsam mit zahlreichen anderen Organisationen aus den unterschiedlichsten Gesellschaftlichen Bereichen fordert ÖKOBÜRO Transparenz und Partizipation als Grundlage eines wirksamen Umsetzungsprozesses.

Die Verwirklichung der 17 Ziele für Nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals - SDGs) kam seit Inkrafttreten der 2030 Agenda im Jahre 2015 in Österreich nur schleppend voran. NGOs waren in den Umsetzungsprozess bisher kaum eingebunden. Politische Bekenntnisse fehlen, über die konkreten Arbeitsprogramme und Vorgehensweisen einer extra eingerichteten interministeriellen Arbeitsgruppe sind bis dato keine öffentlich zugänglichen Informationen verfügbar. Als Mitglied der Plattform SDG-Watch Austria setzt sich auch ÖKOBÜRO für Transparenz und Partizipation als Grundlage der nationalen Umsetzung in Österreich ein.

 

Weichenstellungen für Österreich

 

Diese Umsetzung stellt eine enorme politische Herausforderung dar. Der bisherige Mainstreaming-Ansatz auf Verwaltungsebene ist für diese Aufgabe nicht hinreichend - eine politische Diskussion und ein Nachdenken über strukturelle Veränderungen sind erforderlich. Wir stehen vor zentralen Weichenstellungen für Österreichs Weg in eine gute Zukunft und einen konkrete und wirkungsvolle Mitwirkung Österreichs bei der Bewältigung globaler Herausforderungen. Dieser Weg kann nicht auf einen Prozess hinter verschlossenen Türen aufbauen. Zentrale Fragen für die Zukunft unseres Landes sind zu diskutieren - und sie sind jetzt zu diskutieren. Die politische Verantwortung dafür muss auf höchster politischer Ebene im Bundeskanzleramt angesiedelt sein – unter intensiver Einbeziehung aller Mitglieder der Bundesregierung und ihrer Ressorts, aber auch der gewählten Mitglieder des Nationalrates und der Bundesländer. Dazu stellt sich die Frage nach den Visionen und der Tatkraft der Politikerinnen und Politikern, gerade angesichts der bevorstehenden Wahlen: wie wird sich Österreich und seine Rolle in der Welt bis 2030 auf Basis ihrer Entscheidungen entwickeln? Wer ist bereit, für die Umsetzung der 2030 Agenda Verantwortung zu übernehmen?

 

Die Forderung, die SDGs dabei als politisches Orientierungssystem und Diskussionsgrundlage für politische Entscheidungen heranzuziehen, verbindet zahlreiche österreichische Organisationen. Sie haben das bereits in einem gemeinsamen Brief an die Regierung zum Ausdruck gebracht, und darin Vorschläge für die Umsetzung gemacht. Organisationen haben immer im Rahmen von Veranstaltungen und Konferenzen die Rahmenbedingungen zur nationalen Umsetzung diskutiert, und sich in einer gemeinsamen Stellungnahme kritisch geäußert. Immer mehr NGOs und Personen der Zivilgesellschaft verbindet ein wachsendes Interesse an der 2030 Agenda: sie formieren sie sich in der Plattform SDG-Watch Austria stellen sich gesammelt hinter die Ziele, um deren Erreichung gemeinsam voranzubringen.

 

Das Going Public der Plattform erfolgt am 27.09.2017.

 

Bitte schreiben sie uns bei Fragen und Interesse.

 

Zur Website von SDG-Watch Austria (Vollversion ab 27.09.2017)

 

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geändert am 27.10.2017