"WIRtschaft - DENKEN - UMwelt Grüne Energiepolitik und grüne Jobs - Basis für eine zukunftsfähige Wirtschaft?"

 








Hintergrund:

Die globale ökonomische Situation hält unsere Gesellschaft gehörig in Atem: Finanzkrise, undurchschaubare Spekulationsgeschäfte, Immobilienblase, Konjunktureinbruch, Einbruch der Exportwirtschaft, Überschuldung und vieles mehr. In der Öffentlichkeit und in der Politik wird die Wirtschafts- und Finanzkrise als vordringliches Problem wahrgenommen.



Im Eiltempo werden Bankenrettungspakete geschnürt, Konjunkturpakete beschlossen und arbeitsmarktpolitische Maßnahmen zur Erhaltung von Beschäftigung umgesetzt. Doch wie weit können diese Sofortmaßnahmen die tatsächlichen Wurzeln der Krise bekämpfen? Wie weit kann es „nach der Krise“ so weitergehen wie davor?
Die Auseinandersetzung mit diesen aktuellen Themen, Krisen – Gesellschaft – Zukunft der Wirtschaft – Zukunft der Umwelt, sind ein guter Anlass für das ÖKOBÜRO um die Verknüpfung zwischen wirtschaftspolitischen Fragestellungen und Umweltpolitik zu fördern. Wir wollen uns 2010 in unterschiedlichen Formaten mit Reibungspunkten aber auch besonders mit möglichen „Win-Win“-Situationen zwischen Umwelt und Wirtschaft und der Entwicklung ökologischer Wirtschaftsperspektiven widmen.

Der Klimawandel und die Endlichkeit nicht erneuerbarer Rohstoffe werden heute vermehrt auch von der Wirtschaft als grundlegendes Problem erkannt. Die notwendige Umstellung auf ressourcen¬schonende Versorgungssysteme und erneuerbare Energie wird zunehmend auch als Chance für die österreichische Wirtschaft wahrgenommen (Stichworte „Green Growth“; „Green Jobs“, „Green New Deal“, „Wachstumsmarkt Umwelttechnik“ etc.) Das Lebensministerium rechnet mit 50.000 bis 75.000 neuen „Green Jobs“ bis 2020 durch die Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energieträger auf 34 Prozent (Quelle: BMLFUW). Durch die Politik der Europäischen Union, welche darauf abzielt, 20 Prozent ihrer Energie bis 2020 aus erneuerbaren Quellen zu decken, können europaweit 2,8 Millionen Arbeitsplätze in diesem Sektor entstehen (Quelle: Europäische Kommission).
Auch auf Seiten der Umwelt-NGOs werden verstärkt Kooperationen mit der Wirtschaft eingegangen (z.B. „Bau-Pakt für Österreich“ (Global 2000); WWF Climate Group; Klimabündnis-Betriebe)

Die neue Hoffnung: Eine Integration der Politikbereiche Umwelt und Wirtschaft kann wirtschafts- und beschäftigungspolitische Zielsetzungen mit ehrgeizigen Umweltzielen vereinbaren. Diesen „frischen Wind“ gilt es zu nützen und durch unterschiedliche Formate die AkteurInnen aus den Bereichen Umwelt und Wirtschaft zu einem Austausch anzuregen, um „Win-Win“-Situationen zu identifizieren, zu konkretisieren und gemeinsam neue Perspektiven zu entwickeln.

Das Projekt hat zum Ziel, diesen Diskurs zwischen AkteurInnen der Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung zu beleben und eine Zusammenarbeit zu fördern.

 

WIRtschaft DENKEN UMwelt –“Bausteine einer umweltgerechten wirtschaftlichen Entwicklung“

Gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft.

ÖKOBÜRO-Broschüre 2010 als PDF Download 

 

geändert am 03.02.2011